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Lernschwierigkeiten

Jeder Mensch entwickelt in verschiedenen Bereichen individuell unterschiedlich ausgeprägte Fähigkeiten, die im Vergleich zu anderen Menschen über oder unter dem Durchschnitt liegen. Individuelle Förderung in großen heterogenen Lerngruppen stellt heutzutage eine wesentliche Herausforderung dar. Lernschwierigkeiten sind aber KEIN Wesensmerkmal des Kindes und sind

!nicht gleichzusetzen mit einer Intelligenzschwäche

Lernschwierigkeiten können verschiedene Ursachen haben:

  • Äußere Störungen wie Lärm, schlechte Luft oder ungünstige Lichtverhältnisse

  • Aufgabenmenge und Zeitdruck

  • zu große Abstraktheit oder Komplexität der Aufgaben

  • methodisch-didaktische Unstimmigkeiten, ungeeignete Medien

  • zu hohe Klassenfrequenzen, ungünstige Klassenklima

  • ungünstige Entwicklungsfaktoren (prä- und perinatale Einflüsse)

  • lernerschwerende biologische Belastungen 

  • Selbstkonzept der/des Lernenden, Selbstwertgefühl, Erfolgszuversicht

  • Mangelnde Sprachkompetenzen

  • Lernmotivation

  • Konzentration und Aufmerksamkeit

  • Leistungsangst, Blockaden

Image by Susan Q Yin

Keineswegs können/sollen Lernschwierigkeiten nur den Lernenden zugeschrieben werden!

Lernmotivation

Jedes Kind hat ein eigenes Arbeitstempo. Hat es eine langsamere Arbeitshaltung, benötigt es mehr Zeit, um die Aufgabe überhaupt verstehen zu können. Die richtig angepassten Aufgabenmengen,  Anforderungen und Lernhilfe sind daher von großer Bedeutung. Wenn die Lernzeit sich extrem verlängert, sinkt die Motivation. Dauernde Misserfolge und Überforderung beeinflussen negativ die natürliche Freude des Kindes am Lernen. Die bereits erzielten Erfolge und der Fokus auf die eigenen Ressourcen erhalten die natürliche Lernmotivation des Kindes.

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„Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.”

Albert Einstein

Voraussetzungen fürs Lernen
 

Lernschwierigkeiten und Lernstörungen zeigen ein Missverhältnis an, eine mangelnde Passung zwischen den Handlungs- und Lernmöglichkeiten eines konkreten Kindes und festgelegten Lernanforderungen. Diese mangelnde Passung drückt sich in problematischen, falsch verlaufenden und scheiternden Lehr- und Lernprozessen aus, wenn man die Angebote sowie das Anforderungsniveau und nich die eigenen Ressourcen und Fortschritte des Kindes als Bezugspunkt der Beurteilung nimmt.

Lernumgebung

Intelligenz und Lernfähigkeiten können sich nur in einer stimulierenden Umgebung entwickeln.

Dazu gehören nicht nur Befriedigung grundlegender kindlicher Bedürfnisse wie Sicherheit, Geborgenheit, Pflege und Ernährung, Spiel und Bewegung, sondern auch Strukturierungsangebote, ermutigende Erziehungspraxis, Motivations- und Steuerungshilfen sowie Erhaltung der natürlichen Lernfreude und möglichst positive Lernumgebung.

Grashalm
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